#26: Michael Ludwig über Sicherheit, Wiens Zukunft und die rote Linie zur FPÖ (2/2)
Shownotes
In dieser Episode diskutiert Michael Ludwig mit Stephan Zöchling über Sicherheit, Verkehr, Wohnbau und die Zukunft des Gesundheitswesens in Wien sowie über die Frage, warum die FPÖ für die Sozialdemokratie kein Koalitionspartner sein kann.
Ludwig ist seit 2018 Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien sowie Präsident des Österreichischen Städtebundes. Als früherer Wohnbaustadtrat prägte er die Stadtentwicklung, heute setzt er Schwerpunkte in Infrastruktur, Wirtschaft und Spitzenmedizin.
Im Zentrum des Gesprächs stehen das Sicherheitsgefühl in einer wachsenden Metropole, große Infrastrukturprojekte wie der Lobautunnel, Investitionen zur Belebung der Bauwirtschaft, die Bedeutung von Prävention und Präzisionsmedizin sowie die klare Abgrenzung gegenüber der FPÖ.
Themen der Folge • Objektive und subjektive Sicherheit in Wien und die Forderung nach mehr Polizei • Autonomes Fahren, öffentlicher Verkehr und der Städtevergleich mit Hamburg und San Francisco • Der Lobautunnel als Lückenschluss und Entlastung der Südosttangente • Investitionen in Zeiten knapper Budgets und PPP-Modelle im Wohnbau • Die Debatte um ein neues Nationalstadion und Wiens Stadionmodell • Sonntagsöffnung, Integration und die Frage des gemeinsamen freien Tages • Prävention, Krebsscreening und steigende Gesundheitskosten • Forschung, Start-ups und die Frage, wie man Talente in Wien hält • Die Vranitzky-Doktrin, 40 Jahre danach und der ausgeschlossene Weg mit der FPÖ
Der Gast Dr. Michael Ludwig ist seit 2018 Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien und Präsident des Österreichischen Städtebundes. Er wuchs im Gemeindebau in Floridsdorf auf, studierte Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Wien und wurde 1992 zum Dr. phil. Promoviert. Von 2007 bis 2018 war er Wiener Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung.
Als politisches Vorbild nenne Ludwig Bruno Kreisky. Er versteht sich als überzeugter Europäer und als Vertreter einer pragmatischen Sozialdemokratie, die auf Zusammenhalt, Fortschritt und ein funktionierendes Miteinander setzt. Klar positioniert er sich gegen eine polarisierende Politik und schließt eine Zusammenarbeit mit der FPÖ auf Landes- wie Bundesebene aus.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das ist kein Grund, warum er das nicht bauen sollte.
00:00:02: Es wird sechzig Meter unter der Erde geführt, also tankiert in keinster Weise die Lobau.
00:00:07: Wenn Herbert Kickel immer davon spricht, dass er einen Systemwechsel will dann sage ich immer wir leben jetzt im System der Demokratie mit einer unabhängigen Justiz und Pressefreiheit mit vielen Erfolgen, die wir in der Sozialpartnerschaft oder in anderen Bereichen erzielt haben.
00:00:23: wenn Herbert Kicle und die FPÖ einen System wechseln wollen will sie offensichtlich was anderes als diese Werte?
00:00:32: Streitwert ist der Podcast über das, was wirklich zählt.
00:00:35: Mein Name ist Stefan Zöckling und ich spreche mit Persönlichkeiten über die Themen, die zu wertvoll sind um darüber nicht zu streiten.
00:00:43: Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt.
00:00:45: so sagen es Mörser-Ekonomist Monoclia für Ja eine Stadt mit einem Sozialwohnbau und den uns andere Metropolen beneiden – mit hoher Sicherheit kulturellative politischer Stabilität.
00:00:57: Gleichzeitig hat die FPÖ in dem Bezirk, wo Michael Ludwig im Gemeindepaar aufgewachsen ist, um neunzehn Prozentpunkte zugelegt.
00:01:10: In Favoritendronnerstadt Leasing überall dort, wo die SPÖ jahrzehntelang ihre Pastionen hatte, schreibt sie ihre größten Gewinne.
00:01:17: Wien, eine Stadt die international für ihre Lebensqualität gefeiert wird, wächst und wächst.
00:01:22: Über zwei Millionen Menschen leben mittlerweile hier – die Probleme werden aber auch lauter und sichtbarer.
00:01:28: Wähler wechseln die Farben weg von einer Partei, die seit nineteen-fünfundvierzig eine der lebenswertesten Städte der Welt regiert.
00:01:36: Genau darüber sprechen wir heute!
00:01:39: sich anderen Meinungen aussetzen, Widerspruch aushalten und bessere Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu finden.
00:01:44: Ich bin Stefan Zöchling, willkommen.
00:01:46: bestreit wird heute zu Gast Michael Ludwig Bürgermeister von Wien Präsident des österreichischen Städtebundes.
00:01:54: Vor seinerzeit als Bürgmeister war er elf Jahre lang Wiener Wohnbaustartrat und somit wesentlich verantwortlich für die fantastische Entwicklung dieser Stadt.
00:02:02: Unser Thema heute was ist los in Wien?
00:02:05: Kann die Sozialdemokratie noch beantworten, was die Menschen fragen?
00:02:09: Herzlich willkommen!
00:02:10: Vielen Dank fürs Kommen.
00:02:11: Ich danke für die Erinnerung.
00:02:13: Wenn du durch Wien gehst und nicht jetzt durch den ersten Bezirk sondern vielleicht in Handbezirken fühlst du dich sicher.
00:02:23: Ich wohne in einem sogenannten Randbezirk, obwohl ich diesen Begriff nicht so gerne höre.
00:02:27: Ich wohne im Floretsdorf und fühle mich dort immer sicher auch meine Frau.
00:02:32: Die geht laufend in der Brota Habta Lea am Abend genauso wie bei uns in Floretesdorf.
00:02:39: aber richtig ist dass es ein objektives Sicherheitsgefühl gibt das durch die Kriminalitätstatistik dargestellt wird und ein subjektives Und von daher ist es mir wichtig, dass wir möglichst sichtbar präsent auch uninformierte Polizistinnen und Polizisten unterwegs haben im Stadtgebiet.
00:03:02: Weil das immer die beste Präventionswirkung hat.
00:03:06: Deshalb bin ich mit Bundesminister Kahn auch im laufenden Dialog und fordere ja mehr Polizists für Wien nicht weil ich glaube, dass Wien eine unsichere Stadt ist sondern weil wir in Wien sehr viele polizeiliche Kapazitäten binden durch Veranstaltungen, die nicht mit der Stadt Wien zu tun haben aber trotzdem in Wien stattfinden.
00:03:27: Ich denke an die unglaublich vielen Demonstrationen die in Wien stattfinden und zwar jetzt nicht gegenüber der Stadtwien, sondern den Bundeseinrichtungen.
00:03:37: Der Bundesregierung, dem Parlament um sich sichtbar zu machen.
00:03:40: aber unglaublich viel Polizeikapazitäten binden natürlich auch Großveranstaltungen internationaler Organisationen.
00:03:48: wir haben an die fünfzig internationale Organisation von der UNO über die internationale Domenergiebehörde die OSZE die OPEC die natürlich auch sehr viele Polizeikapazitäten Binden Und von daher fordere ich mehr Polizistinnen und Polizisten, aber wir sind auch bereit der Stadt Wien für beizutragen.
00:04:06: Es ist eine Bundeseinrichtung die Polizei.
00:04:08: Aber wir haben sehr viele Aufgaben der Polizei als Stadt Wyn übernommen um die Polizei zu entlasten Das Fundwesen das Passwesen, das Meldewesen Die Barglarmbewirtschaftung, die wir in Wyn eigentlich selbst aus der Stadt Win in Angriff genommen haben damit es mehr Polizeisinnen und polizisten für den eigentlichen Dienst gibt.
00:04:28: Aber trotzdem, auch durch die demografische Entwicklung gehen sehr viele in Pension von den gebrühten starken Jahrgängen auch in der Polizei.
00:04:36: Und es muss sichergestellt sein dass hier entsprechend ausgebildet wird und das die Polizistinnen und Polizisten dann auch in Wien ihren Dienst versehen.
00:04:46: Es ist wiederum ein Thema von, dass das angesprochen objektiv und subjektiv.
00:04:52: Ihnen.
00:04:52: Minister Karna hat hier an diesem Podcast gesagt wir haben in Wien und Österreich weniger Kriminalität als vor dreißig Jahren.
00:05:03: Richtig, ja.
00:05:04: Weniger Morde als vor dreizig Jahren.
00:05:06: Vor der Rechte.
00:05:08: Subjektiv wird es durch Social Media, durch Medien – was auch immer – durch den politischen Mitbewerb aufgebaut und so getan, als hätten wir jeden Tag irgendwo einen dramatischen Kriminalitätsfall.
00:05:24: Wenn ich Wenn ich mir die Stadt Wien anschaue, so kann ich von der einen Seite Wins auf die andere Seite WINS mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren extrem kostengünstig schnell sauber sicher.
00:05:39: Was müsste ich tun als Unternehmer wenn ich autonomes Fahren in Wien implementieren möchte?
00:05:48: Ja das sind wir sehr interessiert.
00:05:49: es hat auch schon einen Versuch gegeben einen sehr umfassenden Versuch den wir in der Seestadt Aspern gemeinsam mit universitären Forschungseinrichtungen und einem privaten Unternehmen geführt haben, mit einem Kleinbus.
00:06:03: Wir haben den Versuch dann einstellen müssen weil die Rahmenbedingungen dazu geführt habe dass das nicht wirklich funktioniert hat.
00:06:14: Warum ist es gescheitert?
00:06:16: Ich bin selber mitgefahren und habe mir das auch angeschaut, weil das von Sicherheitsgründen so eingestellt wurde.
00:06:23: Das beispielsweise Blätter die von den Bäumen gefallen sind dazu geführt haben, dass der immer abgestoppt hat aus Sicherheits- gründen der Bus und natürlich da ein kontinuierliches Vorwärtskommann nicht gewährleistet war.
00:06:35: Ich weiß in anderen Städten wird es intensiv schon ausprobiert.
00:06:41: ich bin ja sehr gut vernetzt mit anderen europäischen Großstädten zum Beispiel auch mit Hamburg.
00:06:46: Wir haben da so eine intensive Dreierkooperation Zürich, Hamburg-Wien wo wir uns jedes Jahr auch einmal in einer dieser drei Städte treffen die Bürgermeisterinnen und Bürgemeister um zu schauen welche Fortschritte es gibt.
00:06:58: Und Hamburg treibt das sehr stark voran.
00:07:03: also wir sind der prinzipell interessiert.
00:07:04: wir sehen natürlich noch die Entwicklungsprobleme die es gibt aber prinzipiell wird es sicher wird es sicher ein Entwicklungsschritt sein, den wir noch im aktiven Dienst erleben werden.
00:07:17: Bei der U-Bahn funktioniert sich schon mittlerweile sehr gut.
00:07:21: Da haben wir ja auch jetzt bei der Neuerstattung der Linien vorgesehen dass das ja generell dann auch möglich ist ohne Fahrer unterwegs zu sein und von daher wird das auch mit Fahrzeugen auf der Straße sicher.
00:07:35: Also ich
00:07:36: war jetzt in San Francisco und hab der Taxis dort nur noch ohne Fahrer erlebt.
00:07:40: Ja, richtig auch!
00:07:40: Das ist auch eine jener Städte die am freitschrittlichsten in diesem Bereich unterwegs ist.
00:07:45: Hamburg ist mit San Francisco hier auch in Engelko-Pazion.
00:07:51: Lobautunnel du warst dafür?
00:07:53: Gewessler hat ihn abgeschossen, Hanke hat den wiederum reaktiviert.
00:07:58: kommt er oder kommt er nicht?
00:08:00: Der kommt mit Sicherheit, denn das ist auch Teil im Bundesstraßennetz.
00:08:05: Ist auch so beschlossen nicht nur in Wiener Gemeinderat sondern auch im österreichischen Nationalrat und wäre natürlich ein sinnvoller Lückenschluss einer Umfahrung die ja nicht nur Wien einbezieht, sondern auch Teile Niederösterreichs und in etwa ein hundertundachzehn Kilometer am Fass.
00:08:21: Das fehlt nur mehr das letzte Stück.
00:08:25: Wir sehen da auch eine große Möglichkeit nicht nur den schwerverkehr, den internationalen Schwerverkehr aus einer Millionenstadt wie Wien rauszubringern.
00:08:34: Derzeit ist die befahrenste Straße Österreichs mitten durch Wien – die Südostankente, die natürlich auch sehr anfällig ist.
00:08:41: bei jedem Unfall, den es gibt bedeutet das sehr lange Staus und das ist natürlich auch für den Wirtschaftsstandort unzumultbar.
00:08:50: von daher... ist es wichtig, das auch voranzutreiben und würde natürlich auch eine Qualitätsverbesserung für die Menschen, die entlang der Südostrangente wohnen, herbeiführen.
00:09:01: Weil jetzt weichen ja dann alle LKWs aus in die bewohnten Gebiete um dann die Staus auf der SüDostrangenthe zum Fahren was natürlich auch in den bewohnten Gebieten ein Problem ist und auch für die Betriebe die dort in der Nähe angesiedelt sind, große Schwierigkeiten mit sich bringt.
00:09:19: Also ich gehe davon aus dass es realisiert wird.
00:09:21: Ich sehe keinen Grund warum man das nicht bauen sollte.
00:09:24: Sie wird sechzig Meter unter der Erde geführt, also tankiert in keinster Weise die Lobau.
00:09:29: Ursprünglich war ja eine Brücke geplant und das war eigentlich auch der Wunsch damals vom Bürgermeister Michael Häupel als Biologe Maßnahmen zu setzen, die eben nicht das Neiholungsgebiet-Lobau tankieren mit einer Brücke und so ist ja die Kosten intensivere, es sind ja die teurere Variante der Dunkel vorgesehen worden, der wie gesagt die Natur in der Bau nicht belasten wird.
00:09:56: Ich habe gehofft in der aktuellen Bundesregierung dass es vielleicht auch Modelle gibt, die impulse Seitzen Richtung Belebung der Bauwirtschaft österreichweit.
00:10:07: Es gibt zwar glaube ich große Baufirmen, denen geht's gut aufgrund des internationalen Geschäfte mittelgroßen, mittelständischen Handwerksbetriebe, Baufirmen leiden massiv unter der Flotte die es im Moment gibt.
00:10:22: Wer ist denkbar auch seitens der Stadt Wien den Finanzminister zu motivieren steuerliche Anreize zu schaffen um den Wohnbau zu fördern?
00:10:31: Nämlich nicht nur der Stadt-Wien sondern auch dem privaten Wohnbau oder sowieso mit geteckeltem Miete die großen Bauherrenmodelle die ja durchaus ein Erfolgsmodell waren Sowohl was die Miethöhe angeht, als auch was die Bauaktivität angeht.
00:10:49: PPP-Modelle auch im internationalen Vergleich wie eben zum Beispiel einen Lobautundl um auch das Budget der Stadt Wien zu entlasten.
00:10:58: sind das nicht auch Dinge wo man neue Wege gehen sollte oder könnte?
00:11:03: Also wir machen das in Wien seit vielen Jahren.
00:11:05: Wir haben beispielsweise gut funktionierende PPP-Modelle, nämlich nicht im kleineren bei einzelnen Projekten aber auch bei Stadtentwicklungsgebieten.
00:11:13: also Teile der Seestadt Aspen zum Beispiel haben wir statt Wien mit großen Banken und Versicherungen beispielsweise umgesetzt Auch als Investitionen, Versicherungen haben ja immer starkes Interesse auch langfristig zu veranleihen.
00:11:29: Und die haben natürlich auch ein starkes interesse gerade an Projekten, die sicher für die Zukunft sind und da ist der geförderte Wohnbau beispielsweise aber auch Infrastrukturprojekte eine gute Möglichkeit.
00:11:40: ich bin jetzt wieder im Gespräch mit Entscheidungsträgern im Bankenversicherungsbereich für weitere Schritte im Infrastrukturbereich.
00:11:50: Das haben wir in Wien überall dort, wo es sinnvoll ist auch umgesetzt und sind durchaus interessiert das weiter zu realisieren.
00:11:59: Ich glaube ein Problem der Bauwirtschaft und auch der Bauträger war mit Sicherheit die Vergabe der Kredite durch andere Rahmenbedingungen jetzt schwer worden.
00:12:11: durchaus auch verständlich, aufgrund der Erfahrungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise aber wo wir jetzt durch eine Lockerung hoffen dass es auch wieder mehr an privaten Investitionen im Wohnbau kommen wird.
00:12:25: Ich bin aber sehr optimistisch das wir auch in Sparzeiten weiterhin auf dem Kurs bleiben durch Investitionen auch die Wirtschaft zu stärken.
00:12:36: Also wir werden das in Wien mit Sicherheit tun, immer natürlich jetzt in der Palaz, auf der einen Seite Budgetär im Gleichgang zu sein, aber umgekehrter Investitioner zu ermöglichen vor allem im Wohnbaubereich, aber im Infrastrukturbereich.
00:12:54: und ich glaube die Bauwirtschaft Auch die mittelständische Bauwirtschaft, auch das Baugewerbe sind in Wien gut ausgelastet.
00:13:02: Auch in den nächsten Jahren und ist unser Ziel trotz budgetärer Herausforderungen hier weiter Investitionen vorzunehmen.
00:13:09: Das neue Fußballstadion wäre sein PPP-Modell oder?
00:13:14: Dass sich alle wünschen!
00:13:16: Ja,
00:13:17: Nationalstadion oder wie es
00:13:19: heißt.
00:13:20: Ich sehe nur dann immer, wann man konkreter in die Diskussion einsteigt wie das realisiert werden soll.
00:13:27: Sehe ich dann eingeschränkte Bereitschaft weil ich war ja dabei wie wir die Europa Fußball-Europameisterschaft vorbereitet haben und da merkt man, dass das mit einem Stadion ja nicht getan ist.
00:13:38: Sondern es muss ja infrastrukturelle Rahmenbedingungen geben.
00:13:41: Weil das Hinbringen von fünfzig-, sechzigtausend Menschen an einen Platz ist eine noch die einfachere Übung des Wegbringern bei gleichzeitigem... also beim Ende und gleichzeitigem Abmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist auch noch die größte Herausforderung, der am damals Die U-Bahn verstärkt Richtung Stadion, doppeltes Gleis gelegt damit wir sicherstellen können, dass wenn ein Fußballmeldspehnter dies die Menschen auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln abtransportiert werden können.
00:14:10: Also das ist alles mitzudenken und da ist bis jetzt doch noch kein... sichtbares Projekt dann in der Diskussion entstanden, jetzt rede ich nicht nur von der Finanzierung sondern auch wie das dann... Von
00:14:24: der Logistik?
00:14:25: Von
00:14:25: der logistischen Infrastruktur und vieles andere mehr.
00:14:28: Also so schlecht ist das Bratastadion als Ernst-Tapelstadion nicht.
00:14:32: Das hat sich durchaus auch jetzt wieder bewährt bei verschiedenen Veranstaltungen Und man muss ja immer wissen was macht man im sogenannten Nationalstadion des ganzen Jahres?
00:14:41: Also die Vorstellung, dass man mal eine Europakapfinale hat alle zehn Jahre vielleicht reicht ja nicht aus.
00:14:47: Die Errichtungskosten und die Betriebsführung zu rechtfertigen Und für fünf Popkonzerte im Jahr wird das auch nicht ausreichen.
00:14:54: also man muss dann schon wissen was danach wirklich konkret dort passiert.
00:14:59: Wir sind in Wien einen anderen Weg gegangen ist.
00:15:02: die zwei großen Vereine haben jeweils ein moderne Stadion der Austria und Rapide.
00:15:07: wir sind jetzt dabei Sportglob Vienna zu unterstützen und dann anschließend den DVC.
00:15:14: Also von daher ist es eher der Wunsch auch der Vereine gewesen, dass sie eben mittelgroße Stadien für die eigene Nutzung haben.
00:15:21: Das sind in anderen Städten anders.
00:15:24: Meiland beispielsweise hat sich so entschieden ein größeres Stadion und beide großen Vereine dort unterzubringen.
00:15:31: das war in Wien halt damals eine andere Entscheidung Und von daher haben wir ein gut funktionierendes Ernst-Tapel-Stadion und zwei mittelgrosse Stadien, die von Rapit und Austrich bespielt werden.
00:15:46: In so vielen Bereichen führend Medizin, Wirtschaft, Lebensqualität – warum schaffen wir es nicht zu wie viele andere europäische Städte?
00:15:56: Da gibt's einen interessanten Schulterschluss zwischen der SPÖ und der Kirche Sonntagöffnungszeiten zu genehmigen, nämlich jenen dies wollen.
00:16:05: Jenen die es fair behandeln und finanzieren oder bezahlen auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis hin zu einer wie ich schon einmal vorgeschlagen habe aktiven Integration.
00:16:18: anders gräubiger deren Sonntage eigentlich oder deren Wochenende freitagsamstag ist und deren sonntag eigentlich der Montag damit auch motivieren kann, die Wirtschaft ein bisschen beleben könnte.
00:16:31: Warum gelingt das nicht?
00:16:34: Wenn ich die Argumentation jetzt gut zugehört habe ist schon eigentlich das Gegenargument in dieser Frage nämlich zum Thema Integration ob es nicht besser wäre dass jeder seiner Religion entsprechend sich den Feiertag unter der Woche aussucht.
00:16:52: genau nicht.
00:16:53: Integration heißt ja das möglichst alle Menschen an einem Tag gemeinsam Veranstaltungen besuchen.
00:17:00: Und richtig ist, dass ich da gemeinsam mit der Kirche aber auch gemeinsam mit vielen anderen Institutionen und Sportvereine Kultureinrichtungen der Meinung bin es sollte die Möglichkeit geben dass möglichst viele Menschen, nicht alle weil es gibt ja Berufsgruppen die am Sonntag tätig sind.
00:17:21: Das muss man auch so sehen aber das ist trotzdem eine Phase in der Stadt gibt wo insgesamt alles runterkommt und wo die Möglichkeit besteht, dass man familiär im Freundeskreis in einer Kirche genauso wie in einer Kultur oder Sporteinrichtung die Möglichkeit gemeinsam etwas zu tun.
00:17:39: Und von daher möchte ich nicht, dass die Muslime am Freitag und die Juden am Samstag und die Katholiken am Sonntag ihren Tag begehen, sondern das Eintag in der Woche.
00:17:49: für möglichst alle besteht, wo sie zusammenkommen.
00:17:52: Hoffentlich alle gemeinsam am Fuß bei Platz sind, gemeinsam eine Kulturveranstaltung besuchen und das noch Möglichkeit im familiären Kreis.
00:18:00: Aber der Moslem geht ja deswegen nicht am Sonntag in die Kirche oder?
00:18:03: Nein aber er hat die Möglichkeit gemeinsam mit Katholiken Freizeit zu verbringen.
00:18:08: Aber es wäre auch gleichzeitig.
00:18:09: wenn ich positiv betrachten wollte die Möglichkeit einen Österreicher oder eine Österreicherin zu entlasten als ein muslimischer Pfleger zum Beispiel könnte dann sage ich mach gerne am Sonnstag Dienst.
00:18:18: Das passiert ja jetzt auch so.
00:18:21: Wir sehen das ja zum Beispiel am vierundzwanzigsten Dezember, zu Weihnachten.
00:18:26: die meisten Taxifahrer sind dann im Regel für eine Muslime.
00:18:29: oder im Spitäu wird natürlich darauf Rücksicht genommen und es funktioniert ja in den Spitälern- und Pflegeeinrichtungen sehr gut dass sich die Menschen untereinander da unterstützen.
00:18:38: aber in Summe gesehen ist es gerade unter dem Gesichtspunkt der Integration wichtig dass es gemeinsame Möglichkeit gibt zusammenzukommen
00:18:49: einen Tag wirklich ohne Rücksicht auf Rücksprachen und Verluste machen könntest in Wien, was du wolltest und was dir ein wirkliches Herzensanliegen wäre.
00:19:00: Was wäre das Duras auch mit Investitionen verbunden oder mit Konsequenzen für die Zukunft?
00:19:05: Was wäre etwas, was dir am meisten unter den Nägeln brennt und aus irgendwelchen rechtlichen, inhaltlichen oder politischen Rahmenbedingungen so nicht umsetzbar
00:19:15: ist?".
00:19:17: Also es gibt vieles, was mir wichtig wäre.
00:19:20: Aber was ich jetzt intensiver angehen möchte im Gesundheitswesen ist auf Prävention zu setzen.
00:19:27: Da sieht man nicht so schlecht unterwegs aber da gibt's noch mehr Möglichkeiten.
00:19:31: Wir haben jetzt zum Beispiel in Wien begonnen mit einem Thumb Craps Screening und wir haben jetzt im ersten Monat fünftausend Personen angeschrieben.
00:19:41: kommen ja dann alle dran, aber wir haben jetzt einmal mit dem ersten Schritt fünftausend angeschrieben und da haben sich mittlerweile zweitausend bereits daran beteiligt.
00:19:49: Und ein tausender Proben haben wir schon zurückbekommen.
00:19:53: von diesen einen tausenden Proben sind einundzwanzig hinterfragenswert.
00:19:58: also da haben wir den Eindruck wie sollten die Menschen informieren?
00:20:02: sie sollten sich näher untersuchen lassen.
00:20:04: Wir haben da bedenken Was wir damit sagen, ich glaube man könnte wenn wir noch stärker auf Prävention setzen vielen Menschen individuelles Leid ersparen und gleichzeitig als Nebeneffekt preisdempfend auf die Gesundheitskosten einwirken.
00:20:20: Denn wir haben ein großartiges Gesundheitswesen gerade auch in Wien.
00:20:23: das ist ja der Grund warum auch viele Menschen zu uns nach Wind kommen um hier sich behandeln zu lassen.
00:20:29: aber es werden die Kosten weiter steigen.
00:20:32: Sie werden aus guten Gründen steigen, denn es wird mehr Fortschritte in der Paratemedizin geben.
00:20:37: Wir haben großartige Leistungen, jetzt sind wir gerade wieder in der Klinik Tonestadt, in der klinik Floridsdorf ganz neue Methoden beispielsweise bei den Herzschrittmachern oder bei der Lungentransplantation also großartig Möglichkeiten Menschen das Leben zu verlängern und zwar im Würde zu verlängen.
00:20:54: Und gleichzeitig werden auch die Kosten für pharmazeutische Produkte steigen.
00:21:00: Wir sind ja ein ganz starker Industriestandort in Wien, nicht mit rauchenden Schlotten.
00:21:05: Aber zum Beispiel die zwanzig größten international tätigen pharmazeutischen Unternehmen haben einen Sitz in Wyn entweder eine Produktions- oder Forschungsstätte und gerade in der Krebsforschung ist Wyn ein ganz wichtiger Standort.
00:21:20: also wir können vielen Menschen die früher wahrscheinlich nicht mehr lange Leben hätten können, ein völlig normales Leben gewährleisten durch eine entsprechende pharmazeutische Begleitung.
00:21:32: Heißt aber das sind Produkte, die kosten bis zu ein hunderttausend Euro.
00:21:37: Unser Anspruch in Wien ist alles was es gibt soll auch für möglichst alle Menschen zur Verfügung gestellt werden unabhängig von den wirtschaftlichen Hintergrunds.
00:21:45: Man muss noch fairerweise sagen dass wird Geld kosten und Wenn wir preisdemfent einwirken wollen, ohne negative wirtschaftliche oder soziale Auswirkungen dann ist die Prävention eine gute Möglichkeit.
00:21:59: Das wichtigste individuelles Leid ersparen und ich bin da in engeren guter Kooperation auch mit der Medizin-Universität Wien und mit dem AKH und ich glaube da könnten wir statt vorangehen und zeigen dass wir durch unsere Erfahrung die wir auch machen mit den verschiedenen Krebscreening Möglichkeiten, die wir jetzt schon der Prävention haben.
00:22:19: Das wird den nächsten Schritt gehen und der nächste Schritt wird Präzisionsmedizin sein.
00:22:25: Wir sind ja jetzt gerade dabei auch am Gelände des AKH Wien ein besonderes Institut das noch Eric Cantel dem Nobelpreisträger benannt ist, der immer wieder nach Wien kommt um die Fortschritte zu begleiten.
00:22:41: besondere Forschungsstädte in der Präzisionsmedizin sein.
00:22:45: Denn wir haben gelehrt in den letzten Jahren, es gibt große Unterschiede zwischen der Medizin die speziell für Männer ausgerichtet ist und dass das anders ist als bei Frauen.
00:22:55: aber wenn man da weiterforscht dann sieht man, es ist nicht der Unterschied Männer-Frauen sondern es ist innerhalb der Frauen große Unterschieden weil sie die Menschen voneinander so stark unterscheiden.
00:23:07: Und es ist möglich, durch diese Präzisionsmedizin noch mehr zu tun um die Menschen möglichst lange gesund zu erhalten.
00:23:15: und auch da sehe ich noch großen Handlungsbedarf.
00:23:18: wir sind im europäischen Vergleich nicht schlecht unterwegs aber andere Länder sind noch besser.
00:23:23: das kaninavische Länder vor allem.
00:23:26: sie haben nicht nur Ein leicht höheres Durchschnittsalter, das sie erreichen.
00:23:31: Sondern vor allem die Jahre, die sie vor allem am Ende des Lebens in Krankheit mit körperlichen oder geistigen Beeintrichtungen verbinden sind kürzer.
00:23:40: Bei uns in Österreich sind die Menschen länger am Ende ihres Lebens stark beeinträchtigt, körperlich emotional geistig und da kann man durchaus Maßnahmen setzen um es zu verbessern.
00:23:53: Da arbeiten wir hart dran.
00:23:56: wird auch eines meiner Ziele sein hier für die nächsten Jahre, dass wir gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und den Universitäten und mit den Einrichtungen der Stadt Wien noch vorangehen.
00:24:05: Also Wien wieder zu dem zu machen was es ja viele Jahre oder Jahrzehnte war?
00:24:09: Nämlich wirklich Zentrum, nämlich weltweites Zentrum hochqualitativer Medizin.
00:24:13: Sind
00:24:14: wir jetzt aber auch jetzt bedenkt also die Spitella des Wiener Gesundheitsverbundes dann großartig sind vergleichbar im europäischen Vergleich ganz an der Spitze.
00:24:25: Das AKH, das jetzt unter die zwanzig besten Spitäler weltweit gereit worden ist – da sind schon großartige Erfolge, die wir gemeinsam mit den Ärzte-Teams und den Pflegeteams erreichen.
00:24:37: Nein, nein!
00:24:37: Das weiß ich schon.
00:24:37: aber, was noch gelingen müsste, glaube ich, und das wäre ein Ziel wäre, die universitäre Forschung und Entwicklung dann dorthin zu bringen, dass man es ausgliedern kann in Startups, Arbeitsplätze schafft Finanzierungsrahmen oder Möglichkeiten erschafft, dass eben auch junge Forscher und Entwickler und Mediziner dementsprechend sich in Wien ansiedeln.
00:24:56: und da eben doch noch einmal für den Impuls in einem Wirtschaftsstandort.
00:24:59: Absolut, der sehr große Möglichkeit!
00:25:01: Wir sind ja schon erwähnt die zweitgrößte Stadt im deutschsprachigen Raum, wir sind aber der wichtigste Universität-Standort.
00:25:06: Wir haben zwei Hunderttausend Studierende gerade auch im medizinischen Bereich und in den Medizinnahenberufen ganz stark qualitativ und von daher sehe ich eine gute Möglichkeit zwischen den Forschungseinrichtungen, den universitären Einrichtungen privaten Unternehmern unterstatt Wien, das wird auch im internationalen Vergleich ganz stark voreingehen.
00:25:30: Aber was müssen wir tun?
00:25:31: Es ist jetzt noch ein spannendes Stichwort gewesen... Was müssen wir machen?
00:25:34: Wir bilden die aus und dann gehen sie ins Ausland.
00:25:37: Was müssen weh tun damit Sie bleiben?
00:25:38: Weil wir haben ja gerade die Diskussion gehabt, ganz viele Studenten, dass alles gratis bei uns, es wird alles öffentlich zur Verfügung gestellt, egal wo man herkommt.
00:25:48: Dann lassen sich die Leute ausbilden für die Republik Österreich oder auch für die Stadt Wien ist ja oft sehr gering, weil die Leute einfach wiederum... zurück in ihre Heimat gehen und das Wissen mitnehmen oder absagen.
00:26:03: Das heißt,
00:26:04: ja.
00:26:04: Teilweise stimmt es.
00:26:06: Manche kommen auch wieder zurück was durchaus ein Vorteil sein kann weil sie Erfahrung aus ausländischen Instituten Spitäler nach wieder zurück nach Wind bringen.
00:26:16: Prinzipiell aber ist schon richtig dass man auch bewerten kann ob's nicht mehr Möglichkeiten gibt hier Studierende aus anderen Ländern außerhalb der Europäischen Union stärker her zur Finanzierung heranzuziehen.
00:26:29: Ich habe eine Abschlussfrage, weil wir auch auf die Zeit schauen müssen.
00:26:34: Du bist lang genug im Geschäft, dass du mit dem Begriff der Farnitzke-Doctrin noch etwas anfangen
00:26:39: kannst.".
00:26:40: Die ja, aus dem Bundeskanzler Franz Farnizke in das Leben gerufen wurde,
00:26:46: d.h.,
00:26:46: die Abgrenzung oder wie viele vorgewarfen, Ausgrenzung der FPÖ... Ich für mich, als aus einer bürgerlichen Familie komme, war Farnitzky eine Lichtgestalt und ein Vorbild auch.
00:27:01: Und auch jemand, wo ich mich als junger Mensch sicher gefühlt habe in einer Anfang der neunziger Jahre sehr eroptiven Zeit sowohl wirtschaftlich als auch geopolitisch.
00:27:11: Das ist ja nicht unendlich wie wir es jetzt gerade erleben.
00:27:13: Stichwort Kuwait, Irak und andere geopolitische Krisen.
00:27:18: Russland ist auseinandergefallen, da Osteuropa ist zerfallen, Jugoslawien Krieg, Kosovo Krieg also.
00:27:23: das war ja durchaus durchaus was los, aber eher mit den Kollegen Lazzina Mock und andere haben wir daraus dafür gesorgt dass man sich als Bürger sozusagen mal gut aufgehoben gefüllt hat.
00:27:39: Jetzt ist dieses Jahr das vierzigjährige Jubiläum wenn du so möchtest der Franicki Doktorin von nineteen sechsund achtzig weggerechnet ist die gescheitert.
00:27:51: Ich glaube, dass Dr.
00:27:52: Franz Franicki mit dem ich auch einen Gesprächskreis führe und erfreulicherweise in meinen sehr intensiven inhaltlichen Dialog stehe – ich glaube, er würde das selber gar nicht als Doktorin bezeichnen!
00:28:03: Er hat damals gesehen, dass sich die FPÖ in eine andere Entwicklungsachse bewegt also weg von den vorher befindlichen liberalen Vorstellungen und sich richtig und sich ganz stark wieder auf ihre und der Anführungszeichen nationalen Klammer auf, deutschnationalen Kdamer geschlossen orientieren.
00:28:24: Und von daher war das gar nicht so sehr eine Ausgrenzung von Dr.
00:28:28: Franz Fronitzki sondern dass sich die FPÖ selbst aus dem Dialog genommen hat denn es war klar, dass für viele die hier eine andere, eine positive Entwicklung Österreichs in einem gemeinsamen Europa zum Beispiel sehen.
00:28:43: Dass das keine Kooperationsmöglichkeit ist und es hat sich ja heute noch radikalisiert.
00:28:49: also wenn man sich die FPÖ insbesondere auch ihren Parteivorsitzenden Herbert Gickel anhört dann geht das ja noch weiter weg von einer gemeinsamen europa Und nicht zufälligerweise
00:29:03: Die Europagrauber.
00:29:03: Ich
00:29:05: zeige auch, dass ich ein sehr überzeugter Europäer bin.
00:29:07: Weil ich glaube, dass wir nur gemeinsam im internationalen Wettbewerb in Zukunft bestehen können und auch unser Demokratiemodell nur gemeinsam verteidigen können – in einem gemeinsamen Europa.
00:29:18: Und wir sehen das auch die demokratischen Strukturen stark unter Druck kommen.
00:29:23: Es gibt mittlerweile mehr Autoritären.
00:29:26: oder der geführte Länder als demokratisch gesinnte Länder und zwar in einem radikalen Ausmaß, in einem ganz starken Entwicklungsschritt weg von demokratischen Strukturen.
00:29:35: Und von daher ist es wichtig dass man das auch im Auge behält.
00:29:39: Ich habe vorher von dem Menschenbild gesprochen – das ist etwas was aus meiner Sicht zwischen SBOE und FPÖ nicht im Gleichgang ist.
00:29:47: Die FPÖ hat ein hat ganz stark eine Polarisierung der eine Gruppe gegen die andere ausspielend als politischen Schwerpunkt.
00:29:56: Und das bezieht sich immer wieder auf unterschiedliche Zuwanderergruppen, sind aber auch andere Gruppen die es sich dann vornehmen.
00:30:03: Wir sehen eher die Notwendigkeit des Miteinanders und des Gemeinsamen in einer Gesellschaft und etwaige Hindernisse, die es natürlich gibt zu überwinden.
00:30:13: Von daher sehe ich da persönlich keine Möglichkeit mit der FPÖ eine Koalition einzugehen.
00:30:22: Das ist auf parlamentarischer Ebene immer wieder... Gemeinsame Beschlüsse gibt, ist ja das eine.
00:30:27: Das ist ja vernünftig in einer Demokratie aber in einer Koalition kann ich mir die Sozialdemokratie mit der FPÖ so wie es sich präsentiert nicht vorstellen?
00:30:37: Innenminister Karna hat berichtet, waren wir so auch nicht bewusst dass der damalige Innenminister Herbert Kickel im Extremismusreport des Jahres zwanzig achtzehn des Innenministeriums in einem Vorwort selbst mit unterschrieben hat oder in seiner Funktion als Innenminister, dass das Wort Remigration ein rechtsextremer Begriff ist der insbesondere von den Identitären verwendet wird und zuvor teilen ist.
00:31:08: Wir haben gestern darüber geredet und unterstellt.
00:31:11: nachdem er sehr ein gewissenhafter Mensch zu sein scheint und die Dinge liest ihr unterschreibt Hat er das damals unterschrieben, jetzt verwendet er es.
00:31:20: Jetzt macht der Lieder darüber.
00:31:23: Jetzt spricht er von massen Departationern – also mich erinnert's massiv und die Zeit ist dreieinhalb bis vierzehntig als eine Zeit, in der man sich nicht zurückwünschen kann.
00:31:35: Wie gelingt trotzdem die Menschen abzuholen um davon zu überzeugen dass diese Partei zu unterstützen der falsche Weg ist?
00:31:43: Man sieht aber an dem Beispiel sehr gut, wie sich der gesamte Diskurs nach rechts verschoben hat.
00:31:49: Dass man offensichtlich in Teilen auch der öffentlichen Meinung das gar nicht mal problematisch erkennt.
00:31:56: und man sieht doch, wie organisiert die FPÖ des auf allen Ebernern?
00:32:00: Nicht nur im Nationalrat sondern auch in den Landtagen konzentriert als Thema voranträgt ja und auch zur weiteren Polarisierung der Gesellschaft beiträgt.
00:32:09: Und von daher glaube ich wird es notwendig sein da ganz konsequent gegen aufzutreten.
00:32:15: Das Wielach DFB muss man sagen, die profitieren ja von einer Polarisierung.
00:32:21: das wollen sie auch Und von daher wird man das aber nicht ganz vorübergehen lassen können.
00:32:26: Man muss sich dieser Diskussion stellen, ich glaube, man muss auch aufklären – es hat nichts mit Ausgrenzen zu tun, sondern man muss deutlich machen da gibt's heute andere Werte und wir vertreten andere Worte.
00:32:37: Die Menschen müssen sich entscheiden ob sie einen solchen Weg gehen oder einen solchen.
00:32:41: Das ist in der Demokratie so, aber ich glaube wir müssen dann noch sehr viel selbstbewusster für unsere Werte eintreten.
00:32:48: Wenn Herbert G. Klima davon spricht, dass er ein Systemwechsel will Dann sage ich immer, wir leben jetzt in einem System der Demokratie mit einer unabhängigen Justiz im Pressefreiheit.
00:33:00: Mit vielen Erfolgen die wir ja in der Sozialpartnerschaft oder in anderen Bereichen erzielt haben.
00:33:05: Wenn Herbert Kickel und die FPÖ einen System wechsel will, will sie offensichtlich was anderes als diese Werte?
00:33:12: Da muss man sagen, was das ist!
00:33:14: Das ist dann halt nicht Demokratie, das ist halt Nicht-Presse-Freiheit, das sind nicht unabhängige Justiz.
00:33:20: Und wir sehen ja in Ländern, dass das sehr schnell geht.
00:33:22: Dass man diese Werte infrage stellt und ich glaube dann muss man in der politischen Mitte deutlich machen, dass man für einen anderen Weg steht und darf nicht empfänglich sein für etwaige Koalitionen Also für die SPÖ auf Bundesebene und auf Wienerebene kann ich ausschließen, dass es so etwas gibt.
00:33:41: Wir schwächen damit unsere Verhandlungspositionen auch unsere strategischen Optionen – das ist richtig!
00:33:47: Aber ich glaube man muss ganz konsequent deutlich machen, wofür wir stehen und wofür die FPÖ steht?
00:33:55: Ein sehr ordentliches Schlusswort in diesem Podcast.
00:34:01: Ich darf zum Ende kommen... Ich möchte das vielleicht noch ergänzen.
00:34:08: Du hast sehr viel ausgeführt über die Lebensqualität, über die Erfolge der Staat und über die Möglichkeiten innerhalb der Stadt.
00:34:16: Stichwort Zuchini anbauen und Rücken starten – ich weiß nicht was alles!
00:34:23: Ich glaube, wenn ich mir das erlauben darf, das mitzugeben, tue gutes und rede darüber.
00:34:29: Viele Menschen wissen gar nicht wie toll es in Wien ist.
00:34:33: Wie gesagt, ich weiß es sehr zu schätzen, wenn mich aus irgendwelchen Fernreisen oder Städten zurückkommt die mich beruflich irgendwo hinführen freue ich mich jedes Mal wenn ich nur eine Viertelstunde über diese Dostankente fahre Moskau, New York oder sonst wo im Stau stehe.
00:34:54: Ich freue mich über ein sauberes Wien, eine gute Luft und ein sicheres Wien.
00:35:02: Ich folge dir auf Instagram.
00:35:03: ich sehe dein Wochenprogramm von dem wir wissen das nicht alles davon auf Instagram ist.
00:35:09: also es ist ja nur ein Bruchteil dessen.
00:35:11: in diesem Sinne da Meiner Wertschätzung dir gegenüber darf ich dir auch mitgeben.
00:35:18: Schau auf dich, sorge für dich auch vor weil wie gesagt wenn immer das Programm anschaut dass du abspulst ist es teilweise unmenschlich.
00:35:27: Ich danke dir sehr fürs Gespräch.
00:35:30: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt.
00:35:33: da stimmt und gleichzeitig stimmt diese Stadt verändert sich.
00:35:37: Die Wähler verändern sich, die Antworten die er zehntelang getragen haben tragen nicht mehr automatisch.
00:35:42: Michael Ludwig führt Wien in einer Phase, in der vieles auf dem Prüfstand steht.
00:35:47: Er hat sich heute den Fragen gestellt, denen seine Partei auch manchmal ausgewichen ist.
00:35:52: Ob seine Antworten reichen muss jeder für sich beurteilen?
00:35:55: Mir reichen sie!
00:35:56: Das war Streitwert.
00:35:57: Danke fürs Zuhören und danke Michael
00:35:59: Puschkommann.
00:36:00: Ich bedanke mich für die Einladung und nachdem ich ein großer Fan vom lebensbegleitenden Lernen bin nehme ich die Anregungen auch gerne mit und habe von dem Gespräch profitiert.
00:36:08: Danke.
00:36:09: Dankeschön.
00:36:11: Danke fürs Zuhören, wenn dir die Folge gefallen hat.
00:36:13: Wir haben noch weitere Folgen mit interessanten Gästen wie Carina Milborn, Christian Kern, Andreas Grasloh, Sigi Maurer und vielen anderen.
00:36:22: Alle Streitwirtfolgen findest du auf zusammenstärke.at podcast auf YouTube, Spotify, Apple und überall wo es Podcasts gibt!
00:36:31: Bis nächste Woche.
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