#19: Matthias Strolz über das Nichtstun in der Politik, Strukturreformen und den Wert von Europa (1/2)
Shownotes
In dieser Episode spricht Matthias Strolz mit Stephan Zöchling über Verantwortung, Reformstau und die großen Linien europäischer Politik.
Strolz ist Impact-Unternehmer, Musiker, Gründungsmitglied und erster Bundesparteivorsitzender der NEOS. Von 2013 bis 2018 war er Abgeordneter zum Nationalrat und prägte mit pointierten Reden und klarer Haltung die parlamentarische Debatte. Heute arbeitet er als Unternehmer, Autor und Impulsgeber an gesellschaftlichen Zukunftsfragen.
Im Zentrum stehen strukturelle Reformen, politische Kultur, Europa, Leistungsprinzip und Demokratie.
Themen der Folge
- Reformstau in Österreich: Pensionen, Bildung, Föderalismus
- Warum Populisten Themen setzen, aber keine Lösungen liefern
- Wut, Erschöpfung und politische Entfremdung
- Leistung, Selbstwirksamkeit und Generationenvertrag
- Wirtschaft im Dienst des Menschen
- Europäische Selbstbehauptung zwischen USA, Russland und China
- Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa
- Parteienförderung und politische Glaubwürdigkeit
- Warum echte Reformen immer auch wehtun
Der Gast Matthias Strolz ist Unternehmer, Autor und ehemaliger Bundesparteivorsitzender der NEOS. Als Abgeordneter im österreichischen Nationalrat wurde er für seine pointierten Reden und seine klare Haltung bekannt. Nach seinem Rückzug aus der Politik 2018 widmet er sich unternehmerischen Projekten, gesellschaftlicher Innovation und publizistischen Arbeiten.
Er steht für einen liberalen Zugang, der Leistung, Eigenverantwortung und europäische Integration mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Also Österreich ist schleichend im Abstieg ins Mittelfeld, in Sachen Wohlstand.
00:00:07: Jetzt kann man sagen es okay weil die Länder die dort sind da lässt sich das auch gut leben also sind First World Problems.
00:00:16: auf der anderen Seite wird es sich bis an jeden Mittagstisch fressen.
00:00:19: also man wird schon spüren und wir spülen sie ja schon.
00:00:22: Das kann man darüber streiten.
00:00:23: Streitwert wie packt man's an?
00:00:25: aber das Standpunkt das muss alles so bleiben wie es ist Käseglocke Der Standpunkt ist dumpf,
00:00:32: der
00:00:32: ist gerade so lebenswertlich.
00:00:35: Streitwert ist ein Podcast über das was wirklich zählt.
00:00:38: Mein Name ist Stefan Zöckling und ich spreche mit Persönlichkeiten über die Themen die zu wertvoll sind um darüber nicht zu streiten Sich andere Meinungen aussetzen, Widerspruch aushalten und bessere Antworten auf die Fragen unserer Zeit finden.
00:00:51: Mein Name ist Stefan Zöchlinge und ich bin überzeugt dass es sich lohnt mit unterschiedlichen Persönlichkeiten darüber zu streiten was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält.
00:00:59: willkommen bei Streitwert heute zu Gast.
00:01:02: Matthias Strolls Impact Unternehmer Gründungsmitglied und erster Bundesparteivorsitzender der NEOS Musiker und eine Stimme, die mit klaren oft scharfen worden im Parlament stets Haltung und Meinung gezeigt hat.
00:01:15: Herzlich willkommen!
00:01:17: Hallo!
00:01:18: Spannig!
00:01:19: Matthias Trolls erstes Warm-up.
00:01:21: per du oder per sie?
00:01:22: Wie wollen wir das Gespräch heute führen?
00:01:24: Per tu!
00:01:25: Den auf tausend Meter aufgewachsen.
00:01:27: Ich
00:01:27: kann dass Sie schwer halten
00:01:29: länger als fünf Minuten.
00:01:31: Sehr gut.
00:01:32: Freut mich sehr.
00:01:33: Wir kennen uns auch schon lang genug.
00:01:34: Das wird das bei behalten.
00:01:36: Worüber lohnt es sich Deiner Meinung nach immer zu streiten?
00:01:41: für den Frieden.
00:01:44: Entzeiten wir diesen, was nicht bis dir geht.
00:01:47: aber der Weltwahn sind ja Druck schon einer und diese Krieger die?
00:01:55: es ist natürlich ein Paradoxon für den friedenzüchterheiten gewissermaßen wobei das eine Frage der Definition von Streiten ist.
00:02:04: Ja also wir müssen uns auseinandersetzen auch reiben.
00:02:08: Für den frieden glaube ich ja.
00:02:10: Helmut Schmidt hat einmal gesagt lieber über tausend stunden umsonst verhandeln schrickstück streiten, als eine Minute schießen.
00:02:17: Das sehe ich auch so her.
00:02:20: Seit dem Jahr ist es jetzt nicht mehr Nationalrat.
00:02:22: Was fehlt an der Politik?
00:02:23: und was fehlt dir ganz sicher nicht?
00:02:27: Ich liebe Politik!
00:02:29: Kannste da ja nicht aussuchen.
00:02:30: Der eine liebt ein dicker Möbel die andere Briefmarken... ich liebe Politik.
00:02:37: das war wie du miteinander also der Ort wo wir uns ausmachen wie wir miteinander leben.
00:02:45: Und was fehlt man
00:02:46: nicht?!
00:02:47: Diese Negativität an diesem Ort Politik.
00:02:52: Also so, Parlamentsdebatten zum Beispiel habe ich nie mehr geschaut und wenn ihr mal kurz hinein stolpern schießt es mal ein bisschen schier rein.
00:03:06: also finde das mühsam dieses ritualisierte Hau drauf.
00:03:16: Wir kommen zum Thema Verantwortung.
00:03:19: Leitmotiv, ich bin verantwortlich für das was ich tue und auch für das, was ich nicht tue.
00:03:26: In der Nationalratsrede im Jahr twohundachzehn stellt Verantwortung für Unterlassen in den Raum dazu.
00:03:32: Der Vorbau von Regierungen würden Zündeln und Nationalismen befeuern statt ihre Möglichkeit zu nutzen.
00:03:38: Du hast einmal im Parlament gesagt Ich bin verantwortlich für dass was ich tu und auch über das was sich nicht tut.
00:03:42: Das ist ein Zitat von Satre sogar wenn ich mich nicht irre.
00:03:50: Und du hast auch gesagt, das größte Problem in der österreichischen Politik ist nicht das Falsche zu tun sondern dass nichts tun.
00:03:57: Wenn es ja unsere Vor- und Bildungsstruktur stand da, das wird sich die Ahnung verschoben.
00:04:02: Auch jetzt wiederum.
00:04:03: wir warten seit über einem Jahr, dass diese Dinge passieren.
00:04:08: Ist das das Hündenfall der aktuellen Politiker?
00:04:11: Dass nichts tun?
00:04:13: Naja, sonst geht's doppelbetscher auf... den Weg gebracht, doch mit einem Volumen von fünf Milliarden.
00:04:20: Nach dem vor zwei Wochen, drei Wochen nach zwei im Raum waren finde ich ist da ein Schritt in die richtige Richtung gelungen.
00:04:28: das ist auch zu würdigen finde ich.
00:04:32: ob diese Konstellation auch fähig ist die großen Dinge anzugreifen wird man sehen.
00:04:38: also es braucht jetzt auch natürlich dass Feinde sein und dennoch ist mehr gelungen als zu erwarten war.
00:04:45: das will ja auch respektieren weil jetzt nur draufhauen, das wäre zu wenig.
00:04:51: Ich glaube dass wir insgesamt natürlich in einer Art strukturellen Versteinerung immer noch sind im Österreich und das weite Teile gerade von jenen Eliten die davon profitieren nicht anerkennen wollen dass es massive Umbauarbeiten braucht in der Republik damit wir auch weiterhin unsere Sozialsysteme Enkelfit halten können, damit wir auch in dem Bereich des Wohlstands bleiben.
00:05:20: Also Österreich ist schleichend im Abstieg ins Mittelfeld, in Sachen Wohlstände und es kann man sagen is okay weil die Länder die dort sind da lässt sich das auch gut leben.
00:05:33: also sind First World Problems.
00:05:36: auf der anderen Seite wird sich bis an jeden Mittagstisch fressen.
00:05:39: also man wird schon spüren und wir spülen sie ja schon
00:05:42: Geht's uns noch zu gut?
00:05:44: Ja, ich glaube schon, dass es uns recht gut geht.
00:05:47: Dass wir uns gut eingerichtet haben und das ist auch ein Verteilungskampf gewissermaßen.
00:05:52: Und da sind wir noch nicht bereit den sehr kultiviert- und offen zu führen sondern wir hoffen mit einem Art Stop and Go, wenn man jetzt wieder einen Griff machen stichwort Doppelbudget dann ist wieder Ruhe im Kasten.
00:06:11: nur das wird's nicht sein, sondern wir haben strukturelle Themen.
00:06:14: Also das, was uns erfolgreich gemacht hat ist ja vergleichbar mit einem Menschenleben.
00:06:21: Das, was unser erfolgreich macht in der ersten Lebenshälfte macht uns meistens nicht zufrieden in der zweiten Lebenshilfe.
00:06:29: Vielleicht haben auch Republiken solche Zyklen also die Republik Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gemacht.
00:06:38: Das hält uns nicht in Erfolge und Zufriedenheit, in diesen Jahrzehnten jetzt.
00:06:46: Und in dieser Übergangsphase ist Österreich!
00:06:48: Also das alte stirbt gewissermaßen, ein Sichtum stirbt über Jahrzehnte und das neue ist noch nicht ganz da.
00:06:56: Und es ist auch unklar was das Neue ist... Bindelschlag politisch gesehen.
00:07:04: Also verschiedene Koalitionen, drei oder vier Koalitionen die sich abwechseln was ja gesund wäre.
00:07:10: es braucht nicht eine Partei jetzt der Achtunddreißig Jahre in der Regierung das ist nicht gesund.
00:07:17: und oder kommt sowas wie eine dritte Republik ein autoritärer Staat Modell Orban Durch als Realistisch, dass das die nächste Iteration wäre in unserer Republik.
00:07:32: Wenn wir sehen wohin es wächst auf jeden Fall immer einer Übergangsphase und die wird abgedeckt von dieser Dreierkollektion.
00:07:40: Was uns beide ja unter anderem ein ist klare Worte zu finden.
00:07:47: ich habe einmal gesagt der Erfolg des Herrn Kickel ist passiert vor allem auf der Unfähigkeit der Politiker aktuell Beziehungsweise auch der Unfähigkeit, im Reformen anzugehen.
00:08:02: Du bist unter anderem einmal auffällig geworden mit dem Spruch Was ist mit Ihnen Frau Minister?
00:08:07: Das war die Debatte zum Thema Rauchen gedeigt oder Gastronomie Passi-Frauchen?
00:08:15: damals wurde auch zum Spruch des Jahres.
00:08:19: du hast auch Zuspitzungen gefunden über Bondage Club und andere Ausdrücke.
00:08:26: Ist es das, was wir brauchen um den berühmten Wake-up Call irgendwie auch zu haben?
00:08:31: Damit die Leute mal aufwachen und sagen okay da ist einer der wirklich sagt was Sache ist.
00:08:37: Weil man das Gefühl hat diese gesamte Suppe der Beliebigkeit auch austauschbar.
00:08:44: Die FPÖ nennt das Einheitspartei.
00:08:48: Ist das unser Problem, weil sich keiner mehr traut die Dinge beim Namen zu nennen und auch wirklich Dinge anzugehen, die über den Leuten zumutbar wären?
00:08:56: Ja.
00:08:57: Zu sagen was ist – das ist eine heftige Intervention!
00:09:00: Und ich finde auch dass es deine heiligen verdammte Pflicht ist als Politiker und als Bürgerinnen-Bürger.
00:09:08: und dann gibt's halt viele Dynamiken, die dich irgendwie in so... Sprechblasendrängern, nur Kawelle und achten Schittstorben.
00:09:18: Und gleichzeitig die Jagd nach der Quote und da hilft ein Sager... Also es ist ambivalent!
00:09:25: Es ist völlig widersprüchlich wenn ich so Politikerin-Politiker bin und das ist nicht einfacher worden.
00:09:31: also man kreiske keine Ahnung.
00:09:32: der ist ins Bett gegangen hat sich überlegt was steht denn an?
00:09:37: So morgen und den nächsten Tage?
00:09:41: Hoffentlich hat er etwas gut geträumt.
00:09:42: Und dann ist er aufgestanden, hat sich noch mal überlegt was machen wir heute?
00:09:46: und dann hat da irgendwie Probleme identifiziert?
00:09:49: Dann hat er Lösungen gearbeitet, dann hat er sie verkündet.
00:09:52: Das Gefühl ist umgekehrt.
00:09:55: Du hast die Notwendigkeit, was zu verkünden bevor ganz klar ist oder außerstreit.
00:09:59: Was ist das Problem und geschweige denn der Lösung?
00:10:02: Oft kommen dann die Lösungen nicht weil dazwischen verunfallts und die nächste sauer läuft durchs Dorf, dann wird gejagt.
00:10:08: Und das ist ein schwieriges Umfeld!
00:10:10: Also so schwierig wie noch nie und das kocht sich hoch auch mit jedem Jahr.
00:10:14: Jetzt kommt die KI dazu, Deep Fakes dazu... Das ist schon ein wildes Umfeld.
00:10:19: Also Politiker zu sein, Politiker ist ein schwerer Job, Respekt für alle, dass es gut machen.
00:10:29: Alle, die's nicht gut machen...
00:10:30: Was ist gut machen?
00:10:37: Ich begreif Politik schon auch als Berufung.
00:10:39: Jene, die es rein als Karriereoption sehen, ist schlecht.
00:10:43: Dazu geht's auch um meinen Dienst am Großen Ganzen und insofern hat sie eine gewisse Masse transzentente Dimension, spirituelle Dimension.
00:10:57: Wenn die nicht spürbar ist dann werde ich auch sehr anfällig für Korruptionen und Verführungen.
00:11:03: alle auf.
00:11:03: Das ist ein Bühnenberuf.
00:11:05: Alle Bühneberufe ziehen Nazisten in großer Zahl an, also jene die ... wir alle laufen auf Liebe und jene das Gefühl haben nicht kriegt es wenig Liebe.
00:11:14: Die haben also die Notwendigkeit, die Suchspannung dass sie sich lieber organisieren.
00:11:19: Sekundärliebe sag ich immer, liebe Stricken.
00:11:21: dafür sind Bühnenberufe exzellent geeignet.
00:11:26: Schauspielerin Politiker Kabarettist Journalist Das ist ja alles Bühne Beruf, da bekommt man Sekundärliebe.
00:11:37: Achtung!
00:11:38: Sekundährliebe ist die Form von Anerkennung.
00:11:42: Das ist eine Form von Droge dann.
00:11:44: Also du musst jeden Tag aufstehen finde ich in einem Bühneberuf und sagen wofür mach' ich's?
00:11:49: Was is mein Nordstand?
00:11:51: Was ist mein innerer Ort?
00:11:54: Wenn ich es mache führt ein Applaus.
00:11:56: Ich darf den auch sehen und auch genießen aber wenn das mein Hauptträger ist... Die Anerkendung bin ich ja schon in der Falle.
00:12:06: Aber so das Gefühl, weil wenn ich mir unsere aktuelle Situation anschaue und ich meine jetzt gar nicht nur Österreich sondern grundsätzlich Europa.
00:12:17: Dann sind wir doch in vielerlei Hinsicht zu langsam, zu träge müssen Partikularinteressen irgendwie berücksichtigen.
00:12:27: die wirklichen Lösungen kommen nicht den Deutschen und nicht den Frankreich.
00:12:34: Deindustrialisierung zum Beispiel, das Thema Migration.
00:12:38: Da gibt es ja nirgends wirklich Lösungen.
00:12:42: und dann kommen die verkürzten Antworten von den Extremparteien ganz links oder ganz rechts, die wahnsinnig erfolgreich sind – Deutschland, der AfD, Österreich, die FPÖ.
00:12:52: Und trotzdem bekommen wir keine strukturellen Reform anzustanden.
00:12:58: Warum?
00:13:00: Kapierend ist nicht, dass diese strukturellen Reformen notwendig sind und die Bevölkerung auch abzuholen.
00:13:07: Europa ja!
00:13:10: Einerseits gebe ich da Recht und könnte jetzt da auch dialektisch mit einsteigen weil das ist zu langsam, zu bürokratisch, teilweise abgehoben, falsche Prioritäten Sitzungen.
00:13:23: andererseits bin so ein Fan von Europa eine der größten Kulturleistungen der Menschheitsgeschichte.
00:13:30: Nachdem wir uns ja hunderte die Schädel eingeschlagen haben, haben wir sonst jetzt achtziger nicht eingeschlagen.
00:13:38: Zumindest aussehend an den Rändern.
00:13:43: und dann sitze ich in den USA oder sitzt in Asien und dann sagen sie woher kommst du?
00:13:48: Und dann sagst du Österreich.
00:13:49: das ist also schwer verortbar aber dann wird da kein Europa.
00:13:53: und dann schaun's dich ein bisschen mitleidiger an.
00:13:55: Die Amerikaner sagen oh so kompliziert so langsam die asiaten lächeln.
00:14:02: In Hongkong hat man auch noch ausgerichtet.
00:14:05: Oh, der Last-Communist-Kontinent!
00:14:08: Das ist lustig... So und dann trinkst du drei Bier mit denen und spätestens am dritten Bier kickt die Sehnsucht nach Europa ein als weltweiter globaler Standard.
00:14:18: Es gibt also eine Suchspannung und zwar mittlerweile unterschwellig weil vordergründig wird über Europa lamentiert.
00:14:25: Und trotzdem gibt es eine Suchspannung nach Europa.
00:14:29: Warum?
00:14:30: Ein Beispiel war ... Mit unserer Familie waren wir in den USA.
00:14:34: Rotrip war ein Wunsch, auch der Kinder.
00:14:37: Es ist die kulturelle Leitnation.
00:14:39: Das wollte man sich anschauen.
00:14:42: Eine Tochter war krank.
00:14:43: Gehen wir in New York.
00:14:44: In einem Spital Ist ein Privatspital Sonst kommst du nicht eine.
00:14:49: Wir müssen warten.
00:14:50: Die anderen zwei Kindern denen es fahrt Sag ich gehts spazieren Die gehen außen.
00:14:54: Nach fünf Minuten stehen sie wieder da.
00:14:55: Ich sage wieso nicht spazierend?
00:14:57: Sondern das ist ihnen ein bisschen zu unheimlich Sag ich was ist los?
00:14:59: Und nach vorderen Tür draußen liegt einer Der ist am Varecken Das ist USA, das is the American Way of Life.
00:15:08: Der hat keine Karte und verrückt geradezu vor den Touren eines Spitals.
00:15:14: Das findet in Europa so nicht oder noch nichts statt.
00:15:16: Das ist der European Way Of Life!
00:15:18: Wir kümmern uns umeinander vielleicht um dem Preis dass es zu da ist teilweise ineffizient... Und denn auch es gibt einen spezifischen European way of life und dann müssen wir herausarbeiten, dann müssen immer wieder Nachschärfen, nach Effizienzgesichtspunkten.
00:15:34: Da muss auch hot bleiben gewissermaßen.
00:15:37: Es gibt ihn und wenn man den verliert, verlieren wir verdammt viel.
00:15:41: Und du hast gesagt das passiert in Europa noch nicht?
00:15:43: Noch
00:15:44: nicht!
00:15:44: Aber wir sind ein Bektatin.
00:15:46: Ja
00:15:46: ja... Wir spüren es jeder Österreicherinnen und Österreichern und spürts dass zum Beispiel zwei Klassenmedizin drei Klassen Medizin ist unterwegs.
00:15:55: Das ist nicht gut.
00:15:56: Ich finde, dass ein öffentliches Gesundheitssystem wichtig ist und ich finde auch das Bildung Öffentliches Gut sein muss... Wir sind beide Liberale und manche sagen ja du sollst von dir zuhören!
00:16:05: Du willst so net die Privatisierung vom Bildung?
00:16:07: Nein will ich nicht!
00:16:09: Bildung ist Öffentliche Gut und es ist gut aus humanistischer Sicht, als volkswirtschaftlicher Sicht, aus demokratipolitischer Sicht wenn es Öffentlicher Gut ist und als solches funktioniert.
00:16:21: Dafür müssen wir's aber nachschaffen Und dafür müssen wir es permanent neu erfinden.
00:16:28: Da brauchst du halt keinen Einsager!
00:16:31: Angesichts der künstlichen Intelligenz und wer sich damit beschäftigt, ist doch völlig klar dass die Schule wie sie heute besteht in fünfzehn Jahren nicht mehr bestehen kann.
00:16:41: Das heißt jeder müsste froh sein wenn zum Beispiel ein Minister hingeht um beginnt Dinge anzupacken und wir sehen es ja wie groß das geheil ist, wenn einer was anpackt.
00:16:51: Das kann man darüber streiten.
00:16:53: Streitwert!
00:16:54: Wie packen wir's an?
00:16:55: Aber der Standpunkt, das muss alles so bleiben wie süß, Käseglocke... Der Standpunkt ist dumpf.
00:17:01: Der ist
00:17:02: gerade zu lebensweitlich.
00:17:03: Ja,
00:17:03: das ist richtig aber haben wir da nicht das Problem eben.
00:17:06: Wir sind wieder bei den Strukturenformern Lehrer gewerkschaften und andere Massive Betonierer, wie du vielleicht sagen würdest die einfach am Start das GoFest halten wollen weil sie nichts verändern darf.
00:17:18: Weil es immer schon so war.
00:17:20: Ich finde Gewerkschaft wichtig und Lehrergewerkschaft auch wichtig!
00:17:24: Den strukturellen Strickfehler den wir hatten in Österreich ist dass über mehr als zwei Jahrzehnte der oberste Bildungspolitiker einer oder zwei Regierungsparteien immer der oberste Gewerkschafter gewesen.
00:17:37: Ja, ich wünsch dir alles Gute!
00:17:39: Wir sind uns einig, Betriebsrat ist legitim und auch hilfreich aber wenn du Betriebesratschef, Geschäftsführer bist...
00:17:45: Dann wird's schwierig.
00:17:46: Dann wird
00:17:46: es schwierig dann wünschst ihr alles Gutes.
00:17:48: Und das ist das Strickfehler gewesen.
00:17:50: und dieses rituelle Nein Wir brauchen mehr Jaes, also wir sind ministranten zehn Jahre.
00:17:58: Die Mama hat mir ein bisschen Zwungen, das war nicht freiwillig und die Geschichten haben immer gedacht was sind das für Geschichten?
00:18:04: Das mit den Talenten.
00:18:07: und dann einmal im Jahr ist vorbei kam man in die Geschichte.
00:18:09: dein Ja sein ja der nein nein.
00:18:14: und ich bin doch guckter.
00:18:16: als zehnjähriger Ministrant haben wir doch die OE.
00:18:19: Die Geschichte habe ich ja gehört.
00:18:20: Was will es mir bedeuten?
00:18:21: Habt ihr das alles nicht verstanden, jetzt bin ich da über Fuchts, geht's reifen diese Geschichten nach!
00:18:28: Dein Ja sei ein Ja, dein Nein ein Nein.
00:18:31: Also um zu Dingen Ja sagen zu können müssen wir auch zu manchen Dinge Nein sagen und zwar klar.
00:18:36: Und das würde mal wünschen für Österreich, für Europa in manchen Dingen auch klarer zu sein.
00:18:43: Aber ich glaube wir sagen jetzt oft genug Nein insbesondere bei Veränderungen und viel zu selten Ja oder?
00:18:50: Wir wurschen uns durch, wir sind also im Neim nicht klar und im Jahr nicht klar.
00:18:55: Das ist so, Kaffee machen wollen einerseits Probleme mit loslassen Bequemlichkeit das war ja immer so.
00:19:04: natürlich der Wohlstand auch!
00:19:06: Wir sind eine wohlstandsverwöhnte Generation Und wenn es unsere Jugend war Die dritte Generation aus dir wird was, wir haben zwar nicht gewusst.
00:19:18: Was wird aus uns mit siebzehn, achtzehn auf ihrem Pusten?
00:19:21: Es wird gut!
00:19:23: Das trifft ja für unsere Kinder nicht mehr zu dieses Wohlstandsversprechen insofern die Zeiten ändern sich ohnehin und das wird ungemütlicher und wahrscheinlich wärmer vom Leben auch ein Stück weiter angehalten klarer zu werden.
00:19:35: Aber warum glaubst du, dass unsere Kinder diese Chance nicht haben?
00:19:38: Ich glaube jede Generation hat ihre Chancen, die es daraus machen.
00:19:41: Was sie muss!
00:19:42: Wir sind nur angewöhnt alles schlecht zu reden und auch das Thema Leistung nicht mehr in den Vordergrund zu stellen.
00:20:04: braucht es auch.
00:20:04: Ich glaube, diese unternehmerische Haltung, die du hast, diese unglaublichen Konsequenzen am fünften, dann früh stehst du auf, da wirst mir nicht sehen und dann machst du deinen Sport... Also Schabont hupt ab!
00:20:19: Ich glaub natürlich leist.
00:20:21: wir brauchen Leistung.
00:20:22: Ohne Leistung besteht keine Gemeinschaft.
00:20:25: Jede Gemeinshaft braucht Leistung.
00:20:27: Die Frage ist wie definieren wir Leistungen?
00:20:29: Auch ich würde Leistung gerne definieren als Bewährung.
00:20:37: Jedes Leben will in die Bewährung.
00:20:39: Also wir sind jetzt beide Dreifachväter und wenn man so unsere Kinder-und Jugendlichen anschauen, wie sie ins Leben wachsen dann ist doch jedes Leben Will in die Bewährung!
00:20:49: Will sich auch in der Selbstwirksamkeit spüren.
00:20:53: Wir haben geredet was so dein erster Job war und dein Papa gesagt du gehst am Bau Und huradegams.
00:20:58: dort war es doch schon.
00:20:59: Sechs im Morgen, fünfzehn Jahre und dann war Bauer angesagt und das hat er gut getan.
00:21:05: Was hat er gut getan dort?
00:21:07: Nämlich an.
00:21:08: Und da stelle ich, dass der Junge Stefan Zöchling merkt mit Fünfzehn abgefahren... Ich bin hier zum Brauchen!
00:21:18: Ich kann bauen und am Abend steht da was, was durch deine Hände mit erschaffen wurde.
00:21:25: Das ist eine von Verleistung, die braucht das menschliche Leben.
00:21:29: Es war auch ein Beispiel Glaub ich, wie man zu sehen, wie hart sich manche Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen über Jahrzehnte.
00:21:41: Und auch die Option zu sagen will ich das für mich oder will mir was anderes gestalten?
00:21:49: Für mich und mein Leben!
00:21:50: Ja.
00:21:51: Und damit ein intrinsischer Antrieb eine Matura zu machen, eine Ausbildung weiterzulernen und so sagen... Ich schaffe mir eine andere Perspektive.
00:22:04: Für mich war ja wie ich achtzehn war die große Herausforderung oder die große Frage Schaffliches mit dem Lebensstandard zu erhalten den ich in einer mittelständischen Familie mitbekommen habe.
00:22:18: Und ich glaube dieser Dieser Leistungsgedanke zu sagen, ich möchte einmal selber gut leben.
00:22:22: Ich möchte auf Urlaub fahren und meinen Kindern Ausbildung bieten.
00:22:26: Ich glaube das ist ja schon einmal Antrieb genug um sich weiterzuentwickeln und Ausbildung zu machen und vor allem zu arbeiten.
00:22:35: Wir sind ja jetzt meiner Meinung nach oft in einer Situation wo es schwer fällt Menschen zu motivieren überhaupt vierzig Stunden zu arbeiten.
00:22:43: wir haben das Thema der Teilzeitgesellschaft warum auch immer?
00:22:48: Und jetzt gibt es sicherlich viele, die sich die Teilzeit nicht freiwillig aussuchen weil sie halt andere Verpflichtungen noch haben.
00:22:57: Das ist ja ein aus meiner Sicht zum Beispiel einen Generationenvertrag der so nicht haltbar ist, weil ich da meinung bin Frauen nicht gleichzustellen für ihre Erziehungsarbeit oder für die Zeit die Sie mit Ihren Kindern zu Hause verbringen weil es halt biologisch nicht anders geht und das ist auch so.
00:23:15: wollen also eine freie Entscheidung.
00:23:18: Der ist zum Beispiel in einer Pension zu berücksichtigen, der ist in einer Absicherung zu berückssichtig.
00:23:24: Im Falle einer Scheidung
00:23:25: etc.,
00:23:26: aber im Falle des Todes des Ehemanns da sind ja viele Dinge offen meiner Meinung nach die unsere Gesellschaft dann ja komplett schieflaufen und wo dann ganze Gruppen auch in prekäre Situationen kommen.
00:23:40: Und da gibt es auch Lösungsvorschläge.
00:23:42: also ich denke das pensionsplitting soll verpflichtend sein.
00:23:47: Ich bin nicht so erbittert gegen Teilzeit, weil ich glaube es ist legitim.
00:23:52: Es ist sogar sinnvoll meines Erachtens dass wenn du drei Kinder hast das nicht bei der Fullterm arbeiten.
00:23:58: Das geht sich in der Auffassung wie ich Eltern zum Leben will und nicht aus.
00:24:03: Meines Erachten feiern wir jetzt keine Großeltern da.
00:24:07: Da muss man viel organisieren.
00:24:10: Das Problem mit der Teilzeit ist nicht so sehr, dass das Teilzeit per se ist.
00:24:15: Sondern dass dann damit einhergehen ganz niedere Pensionen eben auch prekariate im Alter.
00:24:24: Also Altersarmut vor allem für Frauen.
00:24:26: Da müssen wir zu Lösungen kommen meines Erachtens.
00:24:28: Das Thema Arbeitszeit ich bin keiner.
00:24:30: Ich kenne deinen Mantel, dass du sagst Siebzig Stunden oder was auch immer.
00:24:34: Das unterstütze ich nicht, muss ich gestehen.
00:24:37: Da gibt es ja auch jene die sagen von Ellen Maske angefangen bis andere, die uns der scheinigen City an der Hilfersprechung sind.
00:24:44: Wir werden gar nicht mehr arbeiten weil der Optimus und andere humanoid Roboter werden das für uns machen.
00:24:50: also da kriegen wir mixed messages.
00:24:54: Ich verstehe auch ich arbeite mit vielen jungen Menschen dass sie zum Thema Work-Life Balance sagen Ich mache das anders wie meine Eltern-Generation.
00:25:02: Warum?
00:25:03: Die haben gesehen, wie auch mein Vater mit der fünftigen Herzinfarkt gegangen ist oder wie die Mutter ins Burnout gewandert ist und dass sie dann sagen ich mach das anders jetzt einmal undefiniert was ist anders.
00:25:15: Das halte ich für legitim.
00:25:17: Da sind ja ein paar pathologische Auswüchse auch an Marktwirtschaft passiert, die invasiv waren für individuelle Lebensführung gewissermaßen.
00:25:26: Also all die Fragen verstehe ich und trotzdem wünsche ich mir Leistung für jeden Menschen, weil das dazugehört zum Mensch sein.
00:25:34: Ich glaube nun zum Thema Wirtschaft ist mir wichtig – die Wirtschaft ist für den Menschen da!
00:25:39: Wir sind aus einer gewissermaßen ganzheitlichen Perspektive, sind wir spirituelle Wesen aber auch materielle Wesen und wir haben materielle Bedürfnisse nach Schutz, nach Ernährung, nach Mobilität.
00:25:56: Ein Haus überm Dach über dem Kopf was Gutes zum Essen meine Ausflüge.
00:26:04: und dann geht es weiter in allem Möglichen.
00:26:06: Und das müssen wir organisieren.
00:26:07: und dafür haben wir aus systemischer Sicht ein Subsystem Wirtschaft um den materiellen Kreislauf in Gang zu bringen In Gang zu halten gut zu organisieren Und damit steht die Wirtschaft im Dienst für der Menschen.
00:26:18: Und überall dort, wo es umgekehrt ist, wächst die Wirtschaft ins Pathologische.
00:26:25: Da wird's irgendwie Casino-Kapitalismus.
00:26:27: Da bin ich strikt dagegen als Liberaler!
00:26:30: Dann müssen wir viel kritischer sein.
00:26:31: Ich wünsch mir zum Beispiel eine Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene.
00:26:36: und dann hat die eigene Partei einmal sich den Giver Hofstadt vom Flughafen geholt haben und der Alte also nicht da war während eines Parteitags die Chance genutzt der liberal-libertäre Flügel, das zu ändern auf weltweite Finanztransitionssteuer.
00:26:53: Weil dann sind wir nicht zuständig, weil im europäischen Parlament hock man aber weltweit gibt es kein Parlament und ist ja egal was vorderst.
00:27:01: Und da hätte ich mir auch gewünscht von der eigenen Gesinnungsgemeinschaft dass wir hier klarer hinschauen, wenn zum Beispiel mich als jetzt wieder Gewerbe treibender Ich bin ja wieder in einer Gründung und mache jetzt Holzziegel.
00:27:18: Wenn da eine DAX-Rechnung in der Buchhaltung hast, dann kommt die Finanz mit unten und sagt du passt den nicht im Kino damit?
00:27:24: Da schaunts auf jede dreißigere Rechnung.
00:27:27: aber wenn bei der Weihark hat zwei Milliarden verschwinden oder sind wir uns noch nicht einig waren die da oder nicht?
00:27:33: Ja fuck!
00:27:35: Dann gibt dem Geld einen Marscher, da kriege ich solche Kabel Weil dann will ich wissen was da, weil bei mir wissen sie auch alle dreißig Euro.
00:27:42: Also das ist eine ungleiche Wichtung von Finanzkapital und Arbeit.
00:27:47: deswegen jetzt sehr dafür.
00:27:49: zum Thema Regierung ein Prozent runter Lohnnebenkosten.
00:27:52: Das halte ich für ein wichtiges Signal ja?
00:27:55: Und das Respekt dass Sie das schaffen!
00:27:58: Auch wenn die Küste jetzt angehoben wird also der Gewinnsteuer aber für über eine Million Gewinn KMU-freundlich, also für den Mittelstand.
00:28:10: Das sind wichtige Signale!
00:28:12: Also Hashtag hat er weiter solche Dinge brauchen.
00:28:17: Die
00:28:18: Frage ist ob es funktionieren wird.
00:28:19: wenn Zeiten wie diesen wo keiner mehr Gewinn macht ist natürlich eine Kösterhöhung eher relativ.
00:28:23: Ja
00:28:24: wir haben auch nur zwei oder dreihundert Millionen eingestellt.
00:28:27: sie wissen dass sie über einer Million noch wenig bekommen.
00:28:30: aber ich bin auch dafür das man bei den Großstrukturen hier einkassieren.
00:28:37: Wir müssen uns tatsächlich auch bei Energie, das sind ja alles... Das ist das Spielmeier im Aktwirtschaft, dem Energiebereich.
00:28:42: Das sind ja alle Oligopole die größtenteils noch im Teil oder mehrheitlichen Besitz der gewissen Körperschaften sind und der Länder.
00:28:51: Und dann spielen wir in der Aktwirtschaft und die kassieren ab und sind Krisengewinner und Kriegsgewinner.
00:28:55: Und da finde ich es okay dass man hingeht als Staat und sagt hallo hallo Und auch die Banken sind, wenn wir so wollen ein Oligopol ist nicht der klassische Markter und haben ganz fette Zeiten.
00:29:06: Und das sollen was dazu legen?
00:29:09: Matthias Stolz vielen Dank!
00:29:10: Ich glaube, wir hätten noch zahllose Themen, die uns nach mehreren Stunden vor dem Mikrofon trechten.
00:29:17: Wenn dich dieses Gespräch bewegt hat – und wenn du willst, dass politische Vernunft und Chancengleichheit nicht nur los war, dann geh auf zusammenstärker.de, werde Teil der Initiative Abonniere den Podcast Streitwert und freue dich auf das Gespräch mit Matthias Stroll zum Fortsetzungen.
00:29:34: Vielen Dank, Matthias!
00:29:35: Danke schön!
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